ab in den Winterschlaf!

Projekt
Burghölzli

Noch einmal dieses Jahr wenden wir uns unserm Pachtwaldrand am Burghölzlihügel zu und übergeben ihn dann dem Winter.

Die Blätter haben fast alle die Bäume verlassen – jetzt ist Zeit, sie aus den Wiesen zu rechen. Nicht, weil es ordentlicher aussieht, sondern weil damit der Nährstoffeintrag in die Wiesen verringert wird. Zusammengepappte Blätter in der Wiese erschweren oder verhindern gar das Aufkeimen der weniger potenten Kräuter im Frühling, und wir wollen schliesslich eine grosse Artenvielfalt in der Wiese erzielen. Das Laub schichten wir auf unser im Oktober geschnittenes Grasbett auf den Holzpaletten. Jetzt ist das Winterbett für diverse Tiere perfekt!

Das Laubrechen, eine gesunde Ganzkörperbewegung, zugleich schnell und schonend.

Wie wir unsere Gebiete pflegen, kann auch hier nachgelesen werden.

Ein richtiges Vergnügen, knietief im von Hand zusammengerechten Laub zu stehen!

Mit unserem Supergerät, der Strauchzwinge (Günther Gelpke, Dübendorf), hieven wir mit deren Hebelwirkung Jungbäumchen aus dem Boden. So rücken wir den aufkommenden Hartriegeln, Buchen, Ahornen, Haseln zu Leibe. Warum dieser Aufwand? Besonders wertvolle Waldränder bilden eine geschwungene, an Strauch- und Baumarten reiche Gesellschaft von unterschiedlich hohen Gewächsen. So kann Licht in den vorderen Waldbereich bis auf den Waldboden eindringen, was die pflanzliche Vielfalt erhöht.

Mit der Strauchzwinge geht’s bestens!

In entbuschten Bereichen werden im Boden verbliebene Strünke von grösseren entfernten Büschen mit dem Pickel entfernt, sodass wir zukünftig leicht mit der Sense über diese neu gewonnenen Wiesenabschnitte gleiten können, ohne ständig an den Wurzelstöcken hängen zu bleiben.

Mit Axt und Pickel hinter die Wurzelstöcke.

Text: Christine Dobler Gross
Fotos: Christine Dobler Gross und Jonas Landolt

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