Mauersegler

Trittsteingarten

Von der erstaunlichen Lebensweise der Mauersegler.

Eine der beiden Mauersegler-Nisthilfen in meinem Garten wurde bereits nach einem Jahr genutzt, obwohl man mir sagte, dass es manchmal mehrere Jahre dauere, bis sie die Nisthilfe finden würden. Auch eine CD mit Mauerseglerrufen zum Anlocken lag der Nisthilfe bei, die ich jedoch nicht brauchte, denn: …

Bereits im Juni 2019 hat ein junges Pärchen das Nistangebot unter lauten Diskussionen besichtigt und den Platz für den Abflug getestet.

Im Juni 2020 war das Pärchen dann plötzlich da. Mit lautem Rufen verkündeten die neuen Bewohner ihre Anwesenheit und ich konnte sie bei ihren akrobatischen An- und Abflugmanövern beobachten.

Die Jungen habe ich nicht gesehen oder gehört. Als es längere Zeit regnete und ich das Mauerseglerpaar nicht mehr sah, machte ich mir Sorgen, ob die Jungen vielleicht gestorben wären. Doch wie bereits bei dem Kleiberpärchen beruhigte auch hier Jonas Landolt vom Verein Natur im Siedlungsraum NimS: die Segler ziehen bei kaltem Wetter für ein paar Tage ans Mittelmeer und kommen dann wieder zurück. Die Jungen halten etwa fünf Tage ohne Nahrung aus. Und tatsächlich, das Mauerseglerpaar kam zurück und setzte die Fütterung der Jungen fort.

Später, im Sommer sah ich ganze Gruppen von Mauerseglern über den Himmel ziehen – laut rufend und mit wilden Kapriolen. Was mich für mein erstes Gedicht motivierte:

Abendhimmel

Wilde Wolkenberge bauschen im glatten Himmel.
Die Pfingstrosa Sonne glüht im Juni-Westen
Und blendet das sehnsüchtige Auge,
das den taumelnden Mauerseglern folgt.

Flink segeln und rufen sie,
Tanzen virtuos seit und in die Ewigkeiten.
Sind sie glücklich?

 

Foto, Text und Gedicht: Regula Hug

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